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Verhütung in der Perimenopause

Nähert sich eine Frau den Wechseljahren, nimmt die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft ab. Muss dann noch verhütet werden und wenn ja, mit welcher Methode?

Was ist die Perimenopause?

Wird über die Wechseljahre der Frau gesprochen, ist ein Begriff immer häufiger zu hören: die Perimenopause. Dieser Zeitraum beschreibt die Jahre vor und nach dem altersbedingten Ausbleiben der Blutung, der Menopause. Diese Phase kann ganz unterschiedlich sein. Bei manchen Frauen wird der Zyklus schon ab 40 Jahren unregelmäßig, andere fühlen sich wie immer, bis die Blutung irgendwann jenseits der Fünfzig ausbleibt. Da der individuelle Zeitpunkt der Menopause nicht vorhergesagt werden kann, kann auch der Zeitraum für die Perimenopause nur ungefähr geschätzt werden. Die meisten Frauen sind mit 52 Jahren in der Menopause. Den Beginn der Perimenopause sehen Mediziner*innen durchschnittlich bei 47,5 Jahren.

Muss überhaupt noch verhütet werden?

Prinzipiell kann jede Frau schwanger werden, die noch einen Eisprung hat. Allein die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft nimmt mit dem Alter ab. Denn aufgrund zu niedriger Hormonspiegel findet nicht mehr in jeder Periode ein Eisprung statt. , Außerdem entsteht aus den gealterten Eizellen oft keine intakte Schwangerschaft mehr. Falls also die Familienplanung abgeschlossen ist und kein Kinderwunsch besteht, sollte besser verhütet werden. Erst ab ungefähr 55 Jahren gilt eine Schwangerschaft als ausgeschlossen.

Verhütung in der Perimenopause neu überlegen

Gemeinsam ist allen Frauen, dass während der Perimenopause die Hormonspiegel absinken. Häufig wird der Zyklus unregelmäßiger, weil die beteiligten Hormone nicht im gleichen Maß abnehmen. Die entstehenden Ungleichgewichte führen zu stärkeren oder schwächeren Blutungen, die schneller oder langsamen aufeinander folgen können. Gegen Ende der Perimenopause kann die Periode auch mehrmals in Folge ausbleiben, bevor wieder ein „normaler“ Zyklus folgt. Diese Unregelmäßigkeiten können dafür sorgen, dass die gewohnte Verhütungsmethode nicht mehr passt. Dazu kommt, dass sich in dieser Zeitspanne oft persönliche Veränderungen ergeben, sei es mit der Familiensituation oder der der Lebensplanung, oder es sind neue Gesundheitsrisiken entstanden, wie Übergewicht, Bluthochdruck oder Migräne. Diese können ebenfalls eine Neubewertung der gewohnten Verhütungsmethode nötig machen, denn bereits ab 35 Jahren steigt das Risko für Thrombosen und Herz-Kreislauferkrankungen bei Einnahme östrogenhaltiger Präparate an.

Am besten mit der Ärzt*in besprechen

Was ist nun die beste Verhütungsmethode? Das hängt von der Frau und ihrer Lebenssituation ab. Birgt die etablierte Methode inzwischen Gesundheitsrisiken? Möchte die Frau weiterhin hormonell verhüten, um Einfluss auf den Zyklus zu haben? Oder möchte sie lieber ohne Hormoneinnahme leben? Oder soll die Methode vor allem unkompliziert sein? Alle diese Fragen lassen sich in einem Gespräch mit der Frauenärzt*in klären, damit die Verhütung auch weiterhin optimal zum Leben passt.

Quellen: